Die optimale Ausschlussdiät

Futtermittelunverträglichkeit bekommen Sie mit einer Ausschlussdiät in den Griff. Es werden zwar auch Blutanalysen für Allergien angeboten, diese sind aber nicht 100% verlässlich. Die Ergebnisse sagen nur aus, dass der Hund irgendwann mal Kontakt mit dem getesteten Stoff hatte. Ob eine wirkliche Allergie dagegen vorliegt, sagt der Test nicht aus! Oftmals werden Bestandteile im Test als hoch allergen eingestuft und in der Ausschlussdiät stellt sich raus, dass der Hund es dennoch verträgt.
Daher sparen Sie sich das Geld und steigen direkt in eine Ausschlussdiät ein. Nicht umsonst wird diese in der Medizin als Goldstandard bezeichnet.

Eine Ausschlussdiät kann notwendig werden wenn ihr Hund Symptome zeigt die auf eine Futtermittelunverträglichkeit deuten.

Symptome können sein:

o  Ständig verdreckte Ohren mit unangenehmen Geruch

o  Wiederkehrende Ohrentzündungen

o  Juckreiz

o  Pfoten knabbern

o  Verfärbtes Fell an Pfoten sowie verfärbte Krallen

o  Häufiger Kotabsatz am Tag

o  Wechselnde Kotkonsistenz

o  Hautprobleme

Nicht immer steckt hinter diesem Problemen eine Futtermittelunverträglichkeit, manche Erkrankungen gaukeln diese Symptome vor. Ursache ist dann aber eine andere Erkrankung (z. B. Bauchspeicheldrüsen Entzündung, Darmflora im Ungleichgewicht und / oder mit Clostridien Überschuss etc.)

1. Schritt
Für die Ausschlussdiät wählen Sie eine Fleischsorte die ihr Hund in seinem Leben bisher noch nicht gefressen hat. Dies ist unbedingt einzuhalten. Denn nur so kann gewährleistet werden dass das Fleisch keine Reaktion auslöst. Dazu wählen Sie eine Gemüsesorte die ebenfalls ihr Hund bisher noch nie gefressen hat. Diese zwei Komponenten! Mehr kommt erst mal nicht in den Napf. Dies wird so lange gefüttert bis die Symptome abklingen. Der Zeitraum kann durchaus bei bis zu 12 Wochen liegen.
Sie dürfen innerhalb der Fleischsorte alles füttern was Sie von diesem Tier bekommen. Zum Gelingen ist es unbedingt notwendig, dass Freunde, Nachbarn, Bekannte nicht in die Verlegenheit kommen und ihrem Hund etwas anderes zu fressen geben. Strikte Einhaltung von nur diesen zwei Bestandteilen ist das A und O einer Ausschlussdiät. Manche Hunde reagieren so sensibel, dass der kleinste Krümel ausreicht um die Symptome wieder zum Ausbruch zu bringen. Ist dies der Fall stehen Sie wieder ganz am Anfang.

2. Schritt
Ist ihr Hund Symptom frei beginnt die eigentliche Ausschlussdiät. Denn nun können Sie jede Woche eine neue Komponente versuchen. Tauschen Sie dafür einfach die aktuelle Fleischsorte gegen eine andere. Die Gemüsesorte bleibt wie zu Anfang. Möchten Sie eine neue Gemüsesorte probieren, dann bleibt das Fleisch wie zu Anfang und Sie tauschen das Gemüse. Die neue Komponente wird 7 Tage lang gefüttert. Tauchen in dieser Zeit keine Symptome auf, können Sie diese auf die Positivliste schreiben.

3. Schritt
Gehen Sie langsam vor und tauschen Sie immer Eins gegen das Andere. So wissen Sie bei Reaktion an was es nun gelegen hat. Wenn zu viel auf ein Mal ausprobiert wird, lässt sich schwerlich sagen welcher Bestandteil nun den Auslöser gab. Löst ein Bestandteil Symptome aus, notieren Sie diesen auf die Negativliste. Die Ration wird auf die Zusammensetzung die zu Beginn gefüttert wurde zurück gesetzt. Gefüttert wird diese Ration bis die Symptome wieder weg sind.

 

Ein paar Tipps:

Pferd, Känguru, Strauß, Wasserbüffel eignen sich gut.

Nach 6 – 8 Wochen sollten Sie Lachsöl oder reines Borretsch Öl zu füttern.

Sie können Gemüse, nach dem ihr Hund Symptom frei ist, gegen Obst tauschen um Sorten auf Verträglichkeit zu testen.



Übersicht Ausschlussdiät

ü Eine Fleischsorte wählen und eine Gemüsesorte, die ihr Hund bisher noch nie gefressen hat.

ü Futtermenge können Sie selbst berechnen. Anhaltspunkt sind für einen normal aktiven erwachsenen Familienhund 2% vom Körpergewicht.

ü Achten Sie auf einen guten Rohfettanteil beim Muskelfleisch. Ideal sind 15% bis 20%. Reicht der Fettgehalt nicht aus, können Sie innerhalb der ausgewählten Fleischsorte mit Fett ergänzen. Beispiel: Sie füttern Pferd, dann können Sie Pferdefett ergänzen..

ü Sie dürfen alle Bestandteile aus ihrer gewählten Fleischsorte füttern. Beispiel Pferd: Muskelfleisch, Innereien, Knochen, Fett und auch reine Knabbereien aus Pferd. Hier wirklich nur getrocknete reine Pferdeteile.

ü Füttern Sie dies so lange bis die Symptome ihres Hundes verschwunden sind. Bis zu 12 Wochen kann es durchaus dauern.

ü Achten Sie strikt darauf dass ihr Hund nirgends etwas anderes zu fressen bekommt.

ü Wenn es ihrem Hund besser geht, dürfen Sie Woche für Woche eine neue Zutat ausprobieren.

ü Immer eine Zutat gegen eine andere tauschen. Nie 2 Neue in einer Mahlzeit testen!

ü Die neue Zutat sollte 7 Tage lang gefüttert werden um den Organismus zu provozieren. Daher nennt man diese Phase auch die Provokationsphase.

ü Alles worauf ihr Hund nicht reagiert kommt auf eine Positivliste und worauf er reagiert auf eine Negativliste.

ü So finden Sie nach und nach heraus, welche Futterbestandteile er verträgt und welche nicht.

ü Findet eine Reaktion statt, füttern Sie die Rationszusammenstellung vom Anfang der Ausschlussdiät. Dies nun wieder so lange bis die Symptome wieder weg sind. Danach geht es mit der Provokationsphase weiter.

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„Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass die von mir angewandten Methoden und Verfahren nicht naturwissenschaftlich bewiesen und von der evidenzbasierten Medizin nicht anerkannt sind.
Zu dem kann eine Ernährungsberatung eben aus dem vorher genannten Grund keinen Tierarzt ersetzen. Eine Ernährungsberatung sollte immer als begleitende Maßnahme angesehen werden. Ebenso muss ich Sie darauf hinweisen, dass die BARF Fütterung sich nicht an die Nährstoffangaben des NRC orientiert. Eine ausreichende Nährstoffversorgung durch BARF ist auf Grund des Beuteschemas durchaus gegeben, aber eben nicht wissenschaftlich belegt.“

NRC = Das National Research Council (NRC) ist eine amerikanische Organisation, die unter anderem Bedarfswerte für Hunde herausgegeben hat.

 
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